Weiße Fahrräder - nun auch in Magdeburg!

In Berlin haben sie bereits Tradition, weiße Fahrräder an Stellen, wo sich tödliche Unfälle mit Radfahrern ereignet haben.
Seit einigen Tagen gibt es auch einige weiße Fahrräder in Magdeburg. Sie erinnern an die tödlichen Unfälle, die in den letzten Jahren an einigen Auffahrten zur Magdeburger Tangente passiert sind. Gemeinsam ist allen diesen Unfällen, dass
  1. die Unfallopfer auf Radwegen fuhren
  2. die betr. Einmündung Ampelregelung hat, bei der Kfz- und Radverkehr gleichzeitig grün bekommen
Der ADFC weist deshalb darauf hin, dass die Benutzung von Radwegen mit besonderen Gefahren verbunden sind.

1. Tangentenauffahrt W.-Rathenaustr.: Hier starb am 14.04.2008 ein junger Mann durch rechtsabbiegenden LKW. Für beide stand die dortige Ampel auf grün. Bemerkenswert an dem Unfall ist, dass dort bereits vorher ein so genannter Trixi-Spiegel aufgestellt wurde, um LKW-Fahrern mehr Sicht in den toten Winkel zu ermöglichen. Der prinzipielle Fehler von Radwegen, dass damit Radfahrern das Einfahren in den toten Winkel wesentlich erleichtert wird, lässt sich weder mit Spiegeln noch mit anderen technischen Maßnahmen beheben! Die besondere Gefahr an Knoten mit Ampeln besteht darin, dass Radfahrer in den toten Winkel während der Rotphase einfahren, zu einer Zeit also, wo Kraftfahrer nicht auf den Radfverkehr rechts von ihnen achten (müssen).
Radfahrer müssen solche Fallen wegen der blauen Verkehrsschilder nahezu überall benutzen!



2. Auffahrt Hundisburger Str.: Hier kam am 25.10.2001 eine Radfahrerin unter ähnlichen Umständen zu Tode wie oben beschrieben. Auch dieser "Radweg" ist bis heute benutzungspflichtig!



Liste schwerer Fahrradunfälle in Magdeburg seit 2000, die mit "Radwegen" zu tun haben